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Rückblick auf unsere Ferienwoche
Ein Rückblick auf unsere Blau-Gelb-Weiße-Osterferienwoche
Wenn ich mich an meine eigene Schulzeit zurück erinnere und eine Rangliste der positivsten Erlebnisse zusammen stellen sollte, dann belegen die verschiedensten Ferien wohl mehr als die Hälfte der Top-Ten-Plätze. Doch wenn ich genauer darüber nachdenke, habe ich diese Zeiten hauptsächlich damit verbracht, Freunde zu treffen, Fernsehen zu schauen, zu Schlafen oder zu Essen, Sonne zu tanken oder einfach zu Entspannen. Das ist auch vollkommen legitim, schließlich sind es Ferien, dass heißt es geht auch einfach mal darum nichts zu tun, die persönliche Entschleunigung zu unterstützen und neue Kraft zu sammeln. Aber sicherlich lassen sich diese Aspekte auch mit ertragreichen Erlebnissen und Erfahrungen in Verbindung bringen, ohne dabei ein schulisches Flair herauf zu beschwören. Genau das haben sich auch die Mitarbeiter des Fanprojektes Jena, Mitglieder der Horda
Azzuro und die Hintertorperspektive am Ende des Jahres 2011 gedacht. Nachdem Udo Lindenberg und seine Freunde im Dezember mit dem Konzert "Rock'n' Roll-Arena Jena - Für die bunte Republik Deutschland" ein leider sehr inhaltsarmes und nicht gerade nachhaltiges Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten, dadurch aber
zumindest eine gewisse finanzielle Unterstützung für diverse Initiativen und Vereine in Jena hängen blieb, machten wir uns Gedanken und entschieden uns dafür, das Geld dem Anlass entsprechend verwenden zu wollen. Relativ schnell entstand die Idee der Blau-Gelb-Weißen Osterferien, welche im Folgenden zu einem Projekt heranwuchs und schließlich einiges an Planung von uns verlangte. Die Wochen der Vorbereitung waren vor allem von einer Unsicherheit bezüglich des Feedbacks potentieller Teilnehmer geprägt. Diese Sorge war jedoch vollkommen
unangebracht, denn letztendlich konnten wir am Montag der ersten Ferienwoche, knapp über 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren im Fanprojekt Jena begrüßen. Dabei übernahmen die Mitarbeiter des Fanprojektes sowie Mitglieder der Horda Azzuro und der Hintertorperspektive die organisatorischen und betreuenden Aufgaben. Zunächst ging es darum, die Stimmung etwas aufzulockern, damit sich die Teilnehmer sowie Verantwortlichen besser kennen lernen konnten. Schnell stellte sich heraus, dass alle die Liebe zum FC Carl
Zeiss Jena verbindet, egal ob diese seit den ruhmreichen 70er Jahren oder seit den qualvollen Erlebnissen der letzten Monate besteht. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen besprachen wir den Plan für die Woche, wobei auch Raum für eigene Wünsche gegeben war. Die Kickertische, die X-Box sowie Tisch-Tennis
Platte, gemeinsames Fußball spielen und Mittagessen, ein Vortrag von Fan-Projekt Leiter Matthias Stein zur Geschichte des FC Carl Zeiss Jena, das Gestalten von Doppelhaltern und Fahnen sowie ein kurzer Trainingsbesuch bei der 1. Mannschaft ließen die Zeit wie im Fluge vergehen und die Stimmung untereinander immer freundschaftlicher werden. Dazu sei gesagt, dass wir jeden Morgen gegen 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag starteten, welchen wir mindestens bis 16 Uhr gemeinsam verbrachten, bevor die Teilnehmer von den Eltern abgeholt wurden oder selbstständig die Heimreise u.a. nach Saalfeld, Apolda oder Weimar
antraten. Thüringen ist Blau-Gelb-Weiß!
Azzuro und die Hintertorperspektive am Ende des Jahres 2011 gedacht. Nachdem Udo Lindenberg und seine Freunde im Dezember mit dem Konzert "Rock'n' Roll-Arena Jena - Für die bunte Republik Deutschland" ein leider sehr inhaltsarmes und nicht gerade nachhaltiges Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten, dadurch aber
zumindest eine gewisse finanzielle Unterstützung für diverse Initiativen und Vereine in Jena hängen blieb, machten wir uns Gedanken und entschieden uns dafür, das Geld dem Anlass entsprechend verwenden zu wollen. Relativ schnell entstand die Idee der Blau-Gelb-Weißen Osterferien, welche im Folgenden zu einem Projekt heranwuchs und schließlich einiges an Planung von uns verlangte. Die Wochen der Vorbereitung waren vor allem von einer Unsicherheit bezüglich des Feedbacks potentieller Teilnehmer geprägt. Diese Sorge war jedoch vollkommen
unangebracht, denn letztendlich konnten wir am Montag der ersten Ferienwoche, knapp über 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 11 bis 17 Jahren im Fanprojekt Jena begrüßen. Dabei übernahmen die Mitarbeiter des Fanprojektes sowie Mitglieder der Horda Azzuro und der Hintertorperspektive die organisatorischen und betreuenden Aufgaben. Zunächst ging es darum, die Stimmung etwas aufzulockern, damit sich die Teilnehmer sowie Verantwortlichen besser kennen lernen konnten. Schnell stellte sich heraus, dass alle die Liebe zum FC Carl
Zeiss Jena verbindet, egal ob diese seit den ruhmreichen 70er Jahren oder seit den qualvollen Erlebnissen der letzten Monate besteht. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen besprachen wir den Plan für die Woche, wobei auch Raum für eigene Wünsche gegeben war. Die Kickertische, die X-Box sowie Tisch-Tennis
Platte, gemeinsames Fußball spielen und Mittagessen, ein Vortrag von Fan-Projekt Leiter Matthias Stein zur Geschichte des FC Carl Zeiss Jena, das Gestalten von Doppelhaltern und Fahnen sowie ein kurzer Trainingsbesuch bei der 1. Mannschaft ließen die Zeit wie im Fluge vergehen und die Stimmung untereinander immer freundschaftlicher werden. Dazu sei gesagt, dass wir jeden Morgen gegen 9 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück in den Tag starteten, welchen wir mindestens bis 16 Uhr gemeinsam verbrachten, bevor die Teilnehmer von den Eltern abgeholt wurden oder selbstständig die Heimreise u.a. nach Saalfeld, Apolda oder Weimar
antraten. Thüringen ist Blau-Gelb-Weiß!
Am Dienstag ging es in einem ersten kreativen Part darum, sich dem Themen Vorurteile und Diskriminierung anzunähern und Verbindungen zum alltäglich Erlebten herzustellen. Dabei wurde deutlich, dass wir alle entsprechende von Ausgrenzungen und Klischees geprägte Erfahrungen machen. Im zweiten Teil thematisierten wir verschiedene Diskriminierungen im Fußball sowie die Einflussnahme von Rechtsextremisten. Dabei versuchten wir mit den Teilnehmern auch Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Im weiteren Wochenverlauf zeigte sich
bei einigen Teilnehmern aufjedenfall eine gesteigerte Sensibilität gegenüber der Thematik, auch wenn man betonen muss, dass die breite Altersspanne eine intensivere Auseinandersetzung verhinderte. Zwischen diesen inhaltlichen Parts, gab es neben dem köstlichen Mittagessen eine legendäre Stadionführung vom Mannschaftsleiter Uwe Dern. Von den Mannschaftskabinen und Massagebänken, über das Ruhebecken und einem Gruppenbild in der Sauna, bis zu Eindrücken vom heiligen Rasen, wurde uns einiges geboten. Zum Abschluss gab es noch eine
spaßige Pressekonferenz, in der die Kinder und Jugendlichen in die Rollen von Pressesprecher „Traudel" bzw. Trainer Petrik Sander schlüpfen konnten. Zum Ausklang des 2. Tages spielten einige Fußball, während der Rest die 1. Mannschaft beobachtete. Am Mittwoch kamen weitere Interessierte hinzu, so dass wir mit knapp über 30 Personen in Richtung Kulturstadt Weimar starteten. Während die Jüngeren mit 3 Betreuern direkt in Weimar blieben, fuhren die Anderen mit dem Bus zu Gedenkstätte Buchenwald. Für viele war dies der erste Besuch des
ehemaligen Konzentrationslagers. Eine begleitete Führung und intensive Gespräche bildeten dabei den Rahmen für ein emotionales Erlebnis. Einige Jugendliche hatten sich bereits sehr intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinandergesetzt, so dass eine für alle ertragreiche Diskussion auf Augenhöhe stattfand.
bei einigen Teilnehmern aufjedenfall eine gesteigerte Sensibilität gegenüber der Thematik, auch wenn man betonen muss, dass die breite Altersspanne eine intensivere Auseinandersetzung verhinderte. Zwischen diesen inhaltlichen Parts, gab es neben dem köstlichen Mittagessen eine legendäre Stadionführung vom Mannschaftsleiter Uwe Dern. Von den Mannschaftskabinen und Massagebänken, über das Ruhebecken und einem Gruppenbild in der Sauna, bis zu Eindrücken vom heiligen Rasen, wurde uns einiges geboten. Zum Abschluss gab es noch eine
spaßige Pressekonferenz, in der die Kinder und Jugendlichen in die Rollen von Pressesprecher „Traudel" bzw. Trainer Petrik Sander schlüpfen konnten. Zum Ausklang des 2. Tages spielten einige Fußball, während der Rest die 1. Mannschaft beobachtete. Am Mittwoch kamen weitere Interessierte hinzu, so dass wir mit knapp über 30 Personen in Richtung Kulturstadt Weimar starteten. Während die Jüngeren mit 3 Betreuern direkt in Weimar blieben, fuhren die Anderen mit dem Bus zu Gedenkstätte Buchenwald. Für viele war dies der erste Besuch des
ehemaligen Konzentrationslagers. Eine begleitete Führung und intensive Gespräche bildeten dabei den Rahmen für ein emotionales Erlebnis. Einige Jugendliche hatten sich bereits sehr intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und dem Holocaust auseinandergesetzt, so dass eine für alle ertragreiche Diskussion auf Augenhöhe stattfand.
Die andere Gruppe besuchte das Weimarhaus, welches eine leider zu kurze aber anschauliche Darstellung der Geschichte Weimars bot. Im Anschluss verbrachten wir die Zeit mit einem Air-Hockey-Turnier, bevor sich beide Gruppen zum Mittagessen wieder trafen und im Anschluss zurück nach Jena fuhren.
Der folgende Tag, sollte mit einem Austausch über die Erlebnisse des Vortages beginnen. Dazu bekamen verschiedene Kleingruppen den Auftrag, mit Hilfe von gemalten Bildern oder Texten, den Ausflug nach Weimar und das persönlich Wahrgenommene vor den Anderen zu präsentieren. Eine gespannte Ruhe, emotionale
Erzählungen, detailgetreue Zeichnungen und viele Nachfragen sorgten für eine abschließende und gelungene Reflexion, wobei auch der Bezug zwischen Ausgrenzung, Diskriminierung und den Schrecken des Holocaust hergestellt wurde. Im Anschluss folgte ein letzter Trainingsbesuch, der außerdem ein gemeinsames
Foto mit der Mannschaft sowie die Möglichkeit für Autogramme versprach. Ein letzter Höhepunkt der Blau-Gelb-Weißen Osterferien stellte schließlich das gemeinsame Schauen des Films „10 Jahre Horda Azzuro" dar. Gespannt verfolgten die Kinder und Jugendlichen die Entwicklung der Fanszene in Jena, um sich im Anschluss mit uns darüber auszutauschen. Das abschließende gemeinsame Braten und eine kleine Auswertung der Woche zeigten schließlich, dass eine Gruppe zusammen gewachsen war, viele neue Erfahrungen gemacht werden konnten und der Wunsch nach einer schnellstmöglichen Wiederholung besteht. Am Samstag besuchten alle gemeinsam noch das Heimspiel gegen Osnabrück, welches 2:0 gewonnen wurde. Auch wenn dieser Erfolg wohl kaum noch etwas am bevorstehenden Abstieg in die Regionalliga ändern wird, so kann man festhalten, dass die Fanszene des FC Carl Zeiss Jena etwas besonderes ist und das es immer wieder neue kreative junge Fans geben wird, die diesen Verein unabhängig von der Ligazugehörigkeit lieben werden.
Erzählungen, detailgetreue Zeichnungen und viele Nachfragen sorgten für eine abschließende und gelungene Reflexion, wobei auch der Bezug zwischen Ausgrenzung, Diskriminierung und den Schrecken des Holocaust hergestellt wurde. Im Anschluss folgte ein letzter Trainingsbesuch, der außerdem ein gemeinsames
Foto mit der Mannschaft sowie die Möglichkeit für Autogramme versprach. Ein letzter Höhepunkt der Blau-Gelb-Weißen Osterferien stellte schließlich das gemeinsame Schauen des Films „10 Jahre Horda Azzuro" dar. Gespannt verfolgten die Kinder und Jugendlichen die Entwicklung der Fanszene in Jena, um sich im Anschluss mit uns darüber auszutauschen. Das abschließende gemeinsame Braten und eine kleine Auswertung der Woche zeigten schließlich, dass eine Gruppe zusammen gewachsen war, viele neue Erfahrungen gemacht werden konnten und der Wunsch nach einer schnellstmöglichen Wiederholung besteht. Am Samstag besuchten alle gemeinsam noch das Heimspiel gegen Osnabrück, welches 2:0 gewonnen wurde. Auch wenn dieser Erfolg wohl kaum noch etwas am bevorstehenden Abstieg in die Regionalliga ändern wird, so kann man festhalten, dass die Fanszene des FC Carl Zeiss Jena etwas besonderes ist und das es immer wieder neue kreative junge Fans geben wird, die diesen Verein unabhängig von der Ligazugehörigkeit lieben werden.
Ob es eine Wiederholung unseres fast kostenlosen Ferienangebotes geben wird, können wir noch nicht sagen, auch wenn wir dieses mit einem absolut positiven Fazit abschließen. Ihr solltet aber zumindest weiter die Augen und Ohren offen halten, wenn bei euch selbst das Interesse geweckt wurde!
Wir sagen an dieser Stelle nochmal "DANKE!" für eine schöne und abwechslungsreiche Ferienwoche!
Hat Spaß gemacht :)
Philipp
im Namen des Fan Projektes, der Horda Azzuro und der Hintertorperspektive
im Namen des Fan Projektes, der Horda Azzuro und der Hintertorperspektive









